Ein ganz anderes Metall

In der Antike war Zinn auf der ganzen Welt bekannt.
Die aus dem Lateinischen stammende Bezeichnung stannum oder stagnum wurde zuerst für eine Legierung aus Silber und Blei verwendet.

Die von Großbritannien ausgehende Zinnstraße, die durch Gallien und das Rhônetal führte, gehörte zu den Eroberungszielen Cäsars, der diesen Versorgungsweg "sichern", oder genauer gesagt, den Galliern und Griechen, die das Zinn über den Hafen von Marseille exportierten, die Kontrolle über diese Route entziehen wollte.

In Frankreich gibt es seit 1975 keine Zinnminen mehr. Die letzten Abbaustätten (Saint Renan, Bretagne) produzierten 500 t/Jahr.

Zinn wird aus dem Mineral namens Kassiterit gewonnen, das in der Natur vermischt mit weiteren Mineralien in Erdlagerstätten vorkommt. Das Trennen des Kasserits von den anderen Mineralien ist ein sehr aufwändiges Verfahren.
Zinn ist sehr leicht verformbar.

Beim Verformen dieses Metalls entsteht ein charakteristisches Geräusch, das als ’Zinnschrei’ bezeichnet wird.

Enthält Zinn Blei?
In den modernen Zinnlegierungen sind keinerlei gesundheitsgefährdende Bestandteile mehr enthalten. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hat sehr strenge Vorschriften zur Zusammensetzung der heute eingesetzten Zinnlegierungen erstellt. Antimon, Kupfer und Bismut werden genaustens dosiert, so dass die Verwendung im Kontakt mit Lebensmitteln bedenkenlos ist. Es wurde ein kleiner Prozentsatz an Silber in der Legierung erlaubt.

Die von uns heute für alle unsere Produkte verwendete Legierung erfüllt die gesamten EWG- und US-Vorschriften hinsichtlich der Lebensmittelverträglichkeit.



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